Warum lebt Leonardo noch?

Und er geht sogar aufrecht

Wer seine Geschichte kennt, vermag es kaum zu glauben, dass Leonardo noch lebt. Im Juli 2020 erhielt er in seiner Heimatstadt Puerto Maldonado aus uns unbekannten Gründen eine Spritze in den Gesäßmuskel. Doch die Nadel war verunreinigt und führte zu einem Abszess. Der Diabetiker merkte wie sich die Entzündung rasend schnell im linken Bein verbreitete. Als er schließlich mehrere Tage später von Dr. Thomas Tielmann untersucht wurde, litt er an einer lebensgefährlichen Gasbrandinfektion. In den Muskellogen des Ober- und Unterschenkels zerstörte der Eiter nicht nur das Gewebe, sondern führte zu einer ernsten Blutvergiftung (Sepsis). Wochenlang kämpfte er auf unserer Intensivstation gegen den Tod.  Selbst höchste Noradrenalingaben konnnten seinen Blutdruck nicht mehr im normalen Bereich halten.

Ende Juli kam der traurige Augenblick, als alle Hoffnungen schwanden. Da verständigte Dr. Tielmann die Gebetskette und viele Mitarbeiter falteten ihre Hände. Auf unerklärliche Weise verbesserte sich in den folgenden Stunden sein klinische Bild. Bis zur Ausheilung der Entzündung im August musste Leonardo aber noch 13 Operationen überstehen.

In dieser Woche passte Orthopädie-Techniker Daniel Müller dem Patienten eine hohe Oberschenkelprothese an. Mit Hilfe von Physiotherapeutin Helen Högn lernt Leonardo wieder selbstständig zu laufen. Ein großer Triumpf für einen jungen Mann, dessen Leben damals am seidenen Faden hing.

Atheisten würden vielleicht sagen, dass hier jemand dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Christen hingegen sprechen ein Dankgebet und erklären die unerwartete Genesung mit der Kraft des Gebetes.

Leonardo im Gespräch mit Physiotherapeuting Helen Högn und Gefäßchirurg Dr. Thomas Tielmann.