Lachende Gesichter trotz einer bedrückenden Bürokratie

Vor dem Schreibtisch des Kirchenratangestellten David Buendía war genau der richtige Platz, um eine kleine Begrüßungszeremonie zu veranstalten. Gabriele Wall bringt aus Paraguay eine Menge Erfahrung als Sekretärin mit. Ihr Lebenslauf legt nahe, dass ihre Bereitschaft für ehrenamtliche Tätigkeiten schier unbegrenzt ist. 

Der Allgemeinarzt Dr. Will Caire und seine Frau Allison, eine begeisterte Spanischlehrerin, haben mit ihren Kindern ein Jahr an einer Sprachschule in Costa Rica absolviert. Im März 2011 nahmen die US-Amerikaner zum ersten Mal Kontakt zu Diospi Suyana auf. Jetzt sind sie da. Die Caires planen einen Einsatz von bis zu 8 Jahren. Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein.Wir wünschen unseren zukünftigen Mitarbeitern aus Nord- und Südamerika Gottes reichen Segen. 

Etwas überschattet wurde das Treffen in den Büroräumen des Kirchenrats von der Tatsache, dass wieder einmal einige Dokumente fehlten. Die folgende Übersicht zeigt einige der üblichen bürokratischen Fallstricke:

– Falsche Anrede im Brief, da ein Posten neu besetzt wurde.

– Es fehlt eine notarielle Beglaubigung.

– Eine Unterschrift hätte überbeglaubigt werden müssen.

– Die vorliegende spanische Übersetzung hat das falsche Format.

– Es fehlt der Stempel einer Behörde.

– Die Einwanderungsbörde besteht auf einem neuen Standardbrief der aussendenden Missionsgesellschaft.

– Die Gebühren wurden drastisch erhöht, man hat nicht genug Geld dabei.

– Eine Geburtsurkunde des Missionarskindes liegt vor, sie ist aber etwas älter als 3 Monate.

– Interpol besteht auf dem Nachweis einer Licht- und Wasserrechnung von der zukünftigen Adresse des Mitarbeiters.

– Die Liste kann von Monat zu Monat erweitert werden.

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