Jede Wolke hat einen silbernen Rand

Mein erster Gang am Samstagnachmittag führte mich zum offenen Sarg meiner Mutter. Mit dabei mein Vater und meine Schwester Helga, sowie die beiden letzten verbliebenen Tanten aus der ehemals großen Sippe Reinsch.

Eine Tante sagt: "Diesen Weg werden wir alle gehen!"  Wir nicken. Sie hat Recht. Jedes Leben endet in einer Tragik. Immer fließen Tränen. Und wenn keine Tränen vergossen werden, ist es sogar noch trauriger.

Wäre da nicht das Kreuz und das leere Grab Christi, der Tod würde hinter all unser Streben und unsere persönlichen Beziehungen ein Fragezeichen setzen.

Die Hoffnung auf ein ewiges Leben und ein Wiedersehen in Gottes Gegenwart sind wie die Strahlen der Sonne, die am Abendhimmel neben dunklen Wolken hervorbrechen.

Diese Zuversicht tröstet, während eine gigantische Unterhaltungsindustrie die Frage nach dem "danach" nur schrill übertönt. /KDJ