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Radio Diospi Suyana

Handelt Gott auch im Privatleben?

Lilli Janzen aus Harsewinkel berichtet aus ihrer Vergangenheit

Ich heiße Lilli, bin 41 Jahre alt und arbeite als Krankenschwester. Mein Mann ist 39 und arbeitet als Lehrer an einer christlichen Schule. Gemeinsam haben wir zwei Kinder 9 und 11 Jahre alt.

Vor einigen Jahren habe ich das erste Buch von Dr. John gelesen. Ich weiß nicht mehr, wie ich dazu gekommen bin. Vielleicht hat man es mir geschenkt, weil ich Krankenschwester bin. Oder ich habe es mir aus eben diesem Grund selbst gekauft. Keine Ahnung. Tatsache ist jedoch, dass ich von dem Buch bzw. dem Vertrauen der Familie John auf Gott total beeindruckt war. Nicht nur das! Ich konnte Gottes Fürsorge richtig nachvollziehen, denn es gab im Leben meiner Familie auch eine Zeit, in der wir jeden Tag im Vertrauen auf Gott gelebt haben – in der festen Zuversicht, dass er für uns sorgen würde.

Es ist zwar schwer sich vorzustellen, aber es ist tatsächlich möglich in Deutschland in Gesetzeslücken zu fallen. Plötzlich ist keiner für dich zuständig.

Als ich meine Kinder bekommen habe, hat mein Mann noch studiert. Ich bin dann nach einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten gegangen. aber nur mit einem Pensum von 45% , weil ich meine Kinder nicht in fremde Hände geben wollte. Zu jener Zeit konnten wir uns die Kinderbetreuung aufteilen. Allerdings reichte das Einkommen nur um die Miete zu bezahlen und das Nötigste zum Essen. Für Weiteres reichte es leider nicht. Aber wir dachten, der Staat würde schon irgendwie helfen. Doch Pustekuchen.

Mein Mann kommt aus der Ukraine und hatte dort bereits studiert. In Deutschland wurde sein Studium nicht anerkannt. Aber da es offiziell als Zweitstudium galt, erhielt er kein Bafög. Auf dem Arbeitsmarkt stand er noch nicht zur Verfügung und deshalb hatte er kein Anrecht auf Hartz 4. Obendrein war unser Einkommen zu niedrig, um einen Kinderzuschlag beantragen zu können.

Am Anfang war ich ganz verzweifelt. Jeden Morgen wenn ich meinen Laptop anschaltete, um unseren Kontostand zu kontrollieren, bekam ich Magenschmerzen. Irgendwann habe ich zu Gott gesagt: “Du hast uns unsere Kinder geschenkt. Ich will fest darauf vertrauen, dass Du Dich um den Rest, der fehlt, kümmern wirst!”

Ab diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr aufs Konto geschaut. Gott hat mich und meine Familie auf wirklich unglaubliche Weise versorgt. Meine Kinder waren nie besser angezogen als damals. Es mangelte auch nie an Spielsachen oder Sonstigem. Wenn ich jetzt alles aufschreiben würde, was Gott getan hat, ergäbe das ein richtiges Buch.

Deswegen konnte ich so gut nachvollziehen, worüber Herr John da schreibt. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich im Internet über Diospi Suyana gegoogled. Allerdings ist mir das Thema nicht weiter näher gerückt.

Dann hörte ich, dass Herr John am 8. März in unserer Kirche von seiner Arbeit berichten würde. Mir war sofort klar, das muss ich mir anhören. Also ging ich mit meinen Kindern zum Vortrag. Mein Sohn (11) sagte: “Mama, das war mit Abstand das Coolste was ich je gehört habe!” …

… Ich muss ehrlich sagen, dass die Zeit in der ich wirklich an jedem Tag im Vertrauen auf Gott leben musste, die aufregendste und schönste Zeit meines Lebens war. Als mein Mann schließlich sein Studium abschloss und Geld verdiente, war ich sogar etwas traurig drum!”