Grundsteinlegung einer Dorfkirche

Stefan Höfer hat viele Aufgaben zu bewältigen. Er ist Leiter der Intensivstation und war ebenfalls federführend beim Aufbau der Endoskopie und Notaufnahme beteiligt. Seine Frau Petra leitet die Röntgenabteilung und hat außerdem im Labor eine Menge geleistet. Was machen die beiden eigentlich in ihrer Freizeit?

Seit fast 1 1/2 Jahren betreuen sie eine kleine Kirchengemeinde hoch oben in den Bergen. Die Mitglieder, allesamt Indianer,  treffen sich in einem Lehmhaus aus Adobe-Ziegeln. Die Predigten erfolgen auf Quechua. Das gleiche gilt für die Lieder. Es gibt viele kulturelle Schranken, die man überwinden muss, wenn man mit den Berglandindianern auf gleicher Augenhöhe umgehen will. Doch die Höfers haben es geschafft.

Heute fand die Grundsteinlegung für ein neues Gemeindezentrum statt. Die Höfers hatten mächtig gewirbelt und einen Großteil der finanziellen Unterstützung organisiert.

Am Festgottesdienst nahmen rund 150 Quechuas und Mitarbeiter von Diospi Suyana teil. Auf eine sehr herzliche Weise überbrachten Stefan und Petra die Grüße ihrer deutschen Freunde aus Übersee.

Ein deutscher Chor sang ein Lied und Dr. Klaus John übermittelte die besten Segenswünsche des Missionsspitals. Insgesamt dauerte der Gottesdienst gute drei Stunden.

Zum feierlichen Akt der Grundsteinlegung halfen 8 Missionare mit vier Ecksteine in die Tiefe zu versenken. Für diese harte Arbeit wurden sie und alle Teilnehmer mit einem Mittagessen aus Meerschweinchen und Schweinefleisch belohnt.

An diesem Sonntag trafen gleich mehrere Kulturen aufeinander. Quechuas, Deutsche und sogar einige US-Amerikaner feierten mit. Das gemeinsame Band war der Glaube an Jesus Christus und die Herzlichkeit, die alle trennenden Grenzen überwinden kann.  

Wir freuen und mit den Höfers über ihre gute Arbeit in Occoruro, einem Ort etwa 3200 Meter über dem Meeresspiegel gelegen.

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