Glory Halleluja – die Container sind durch den Zoll

Es war nichts für schwache Nerven. Um 11:20 fuhren Ignacio von der Agentur Prosoi und ich Richtung Zollamt in Callao. Uns fehlte aber noch die Unterschrift eines Rechtsanwalts. Vor 12 Uhr mussten wir spätestens das Zollgebäude betreten. Wegen eines Software-Problems im Computer von Prosoi hatte sich unser Zeitplan leider um 2 Stunden verzőgert.

Der Rechtsanwalt stand in der Tür als ob er auf uns wartete. Eine Minute später ging die rasante Fahrt weiter.

50 Tonnen Fracht mit Tausenden von Einzelteilen wollten wir in nur drei Stunden durch den Zoll bekommen. Menschlich gesehen völlig unmöglich.

Der Zufallscomputer gab unserem Antrag die Farbe Orange, was bedeutet, ein Zollbeamter muss alle Unterlagen einer genauen Prüfung unterziehen. 80 Seiten Kleingedrucktes sollten also von einem kritischen Beamten untersucht werden, eine Arbeit von vielen Stunden.

Um 2 Uhr rief ich die Direktorin des Zolls an und bat, ihr das Video der Fernsehreportage űberbringen zu dürfen. Eine halbe Stunde später hatte ich eine Audienz von wenigen Minuten. „Machen Sie sich keine Sorgen, alles ist schon genehmigt”, sagte sie aufmunternd. Als ich auf der unteren Etage wieder ankam, telefonierte Roberto von Prosoi gerade mit der Transportfirma Neptunia um den Weitertransport der Fracht ins Bergland zu regeln.

Die Freigabe von Sachspenden (Donaciones) kann sich in Peru über viele Monate hinziehen. Unsere Zeit von drei Stunden entspricht einem einsamen Rekord.

Morgen wird die Firma Neptunia alle 7 Container auf den langen Weg nach Curahuasi schicken. Die Transportkosten von rund 35.000 USD sind eine Spende des Unternehmens.

Was soll man dazu sagen: Wir danken den Mitarbeitern der katholischen Agentur Prosoi, die während der vergangenen 4 Tage etwa 40 Stunden in unser Projekt investiert haben. Wir freuen uns über die Hilfestellung durch Sra. Gloria Luque, Direktorin des Zolls für Seefracht.

Wir sind uns sicher, dass die drei Reportagen im Nationalen Fernsehen uns in dieser Woche eine gewaltige Schützenhilfe gegeben haben. Wir danken der Gattin des peruanischen Präsidenten, Frau Pilar Nores de García, die uns als unsere Patin eine Menge „Vitamin B“ verabreicht hat.

Wir sind sprachlos über das gestrige ungewöhnliche Ereignis. Wir sind überzeugt, dass nur Gott die Dinge auf diese Weise organisieren konnte, mit viel Liebe zum Detail.

So gilt unser Dank dem Geber aller guten Gaben. Auch heute sagen wir es mit Stolz und Leidenschaft: Diospi Suyana – Wir vertrauen auf Gott.

Klaus-Dieter John (müde aber glücklich)

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