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Radio Diospi Suyana

Familie Brady auf dem Weg nach Europa

Zehn Jahre ihres Leben investiert für die Menschen Perus

Eine ganzes Jahrzehnt haben Dr. David und Dr. Dorothea Brady am Hospital Diospi Suyana mitgearbeitet. Der Urologe und die Kinderärztin zählen zu den Pionieren der ersten Stunde. Nur sie können mit Fug und Recht behaupten, den ersten Vortrag über Diospi Suyana gehört zu haben. Im Spätsommer 2003 trafen die Bradys am Hospital Vozandes del Oriente in Shell, Ecuador auf die Johns. Auf Einladung eines gewissen Dr. Eckehart Wolff hielt Dr. John eine kleine PowerPoint über ein noch nicht existierendes Krankenhaus in Peru. Der Rest ist Geschichte.

Gerade rechtzeitig vor der Einweihung des Hospitals Diospi Suyana kamen die Bradys mit ihren Kindern Anna und Konstantin nach Curahuasi. Das war im August 2007. Fünf Jahre lang fungierte der Urologe als stellvertretender Krankenhausdirektor. Am 16. Dezember 2008 geriet er mit Dr. John in einen schweren Unfall. Beide entkamen dem Tod nur knapp.

Wer die Leistungen von David und Doro Brady würdigen will, muss sich immer den Vorwurf gefallen lassen, eine unvollständige Liste abzuliefern. Unter den mehreren Tausend Operationen, die der gemütliche Österreicher am Missionsspital mit großem Erfolg durchgeführt hat, zählen auch über tausend Prostatektomien. Die Mutter zweier Mädchen und eines Jungen wurde für viele Indianerkinder zum Hoffnungsanker in der Not. Das Ärzteehepaar engagierte sich in diversen Kirchengemeinden und setzte sich für Erwachsene und Kinder ein. Ein Männergesprächskreis und eine Mütter-Kind-Gruppe erlebten dank des Einsatzes der Bradys wahre Blütezeiten.

Ihr offenes und gastfreundliches Haus stand jedem offen, der einen hungrigen Magen hatte oder sich mal den Frust von der Seele reden wollte. Jeder Kuchen von Doro bürgte für absolute Qualität. Man sagt, dass am Ende einer missionarischen Tätigkeit nur eine Frage wirklich zählt: “Bist du den Menschen vor Ort zum Freund geworden?” Bei Doro und David lautet die Antwort ohne wenn und aber: Ja!

Vor einigen Tagen brachte ein Bus die fünf Bradys und Laura Fuhrmann (Lernhelferin), Judith Friedrich (Englischlehrerin) sowie Jonathan Wessolowski (Lernhelfer) nach Lima. Am nächsten Montag – so ist es geplant – wird ein Flugzeug unsere Freunde nach Frankfurt fliegen. Zurück bleiben Erinnerungen und menschliche Beziehungen, sicherlich auch so manch melancholisches Gefühl.

Wir wünschen den Bradys und ihren Reisegefährten einen guten Neustart in Europa. Sobald ihre drei Kinder die Schulzeit hinter sich gelassen haben, wäre ein weiterer Einsatz in Peru möglich. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Apurimac-Fluss hinunter.

Im 3. Kapitel des Predigerbuchs steht geschrieben:

Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit:
Geborenwerden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen,
Töten und Heilen, Niederreißen und Aufbauen,
Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen,
Steinewerfen und Steinesammeln, Umarmen und Loslassen,
Suchen und Finden, Aufbewahren und Wegwerfen,
Zerreißen und Zusammennähen, Schweigen und Reden,
Lieben und Hassen, Krieg und Frieden.
Was also hat der Mensch davon, dass er sich abmüht?
Ich habe erkannt, was für eine schwere Last das ist, die Gott den Menschen auferlegt hat.
Für alles auf der Welt hat Gott schon vorher die rechte Zeit bestimmt.
In das Herz des Menschen hat er den Wunsch gelegt, nach dem zu fragen, was ewig ist.
Aber der Mensch kann Gottes Werke nie voll und ganz begreifen.

In ihrem Leben haben die Bradys nach dem gefragt, was ewig ist. Auch wenn wir vieles nicht verstehen, bewegen wir uns voller Hoffnung der Ewigkeit entgegen. /KDJ

Nachts im Bus kurz vor dem Aufbruch nach Lima
Verabschiedung von den ärztlichen Kollegen am 18. Mai
September 2015 in Curahuasi. Nach zweieinhalb Jahren Tätigkeit in Deutschland legten die Bradys in Peru fünf weitere Jahre nach. Salome in Bildmitte erblickte in Curahuasi das Licht der Welt.
August 2007. Gerade in Peru eingetroffen. Anna und Konstantin noch in Miniaturform.
3 Kommentare
  1. David Brady

    Wir danken Gott für die wertvollen 10 Jahre in Peru! Danke allen Weggefährten für Euren treuen Einsatz! Gott mit Euch, wir bleiben in Verbindung. Eure Bradys

  2. Stefan Seiler

    Wow, 10 Jahre! Genial! Un dieses Bild von 2007 – welche Wege und Abenteuer lagen da noch vor Euch. Gott mit Euch auf der Reise nach Deutschland, insbesondere morgen, wenn ihr aus Lima abfliegt! Wir freuen uns euch in Deutschland wieder zu sehen!

  3. Rüdiger Rössl

    Für Euch alle Gottes Segen für diesen neuen Lebensabschnitt in der alten europäischen Heimat!
    Geht mit Gott!

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