Es war das Timing eines anderen

Container Nr. 24 und Nr. 25 waren unsere Sorgenkinder. Unstimmigkeiten auf der Packliste bezüglich Inhalt und Anzahl der vielen Kisten ließen Probleme ohne Ende befürchten.

Mehrmals mussten die Listen bei den verschiedenen staatlichen Behörden neu eingereicht werden. Gestern wollte unsere Zollagentur Sion die Unterlagen offiziell beim Zoll abgeben.

Das wahrscheinlichste Szenario war der „Canal Rojo“ der rote Kanal. Bei dieser zugewiesenen Farbe müssen die Container komplett entleert werden. Die Revision durch die Behörden hätte schon allein wegen der Menge der Kisten wieder viele Unklarheiten geschaffen. Aber es kam alles ganz anders.

Vor einer Woche empfing mich die Gattin des Staatschefs zu einer Audienz. Für Dienstagmorgen verhalf sie mir zu einem besonderen Treffen mit dem Präsidenten des Kongresses Dr. Alva Castro.

Den Zoll hatte ich am Montagabend über diese Zusammenkunft informiert. Das Ergebnis:

Schon am Morgen unterschrieb die Zolldirektion die notwendigen Papiere und ein Mitarbeiter stand Gewehr bei Fuß um den bürokratische Weg der Unterlagen zu beschleunigen. Am Nachmittag rief mich der Zoll an um mir mitzuteilen, dass alles zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt worden wäre. Die Container seien längst freigegeben.

Diese Koinzidenz der Containerformalitäten mit meinem Besuch bei einem der mächtigsten Männer Perus erinnert an einen ähnlichen Vorfall im April 2007.

Damals erreichten sieben Container von Diospi Suyana den Hafen von Callao just in der gleichen Woche als drei Fernsehreportagen in den Tagesthemen Perus (90 Segundos) unsere Arbeit im ganzen Land bekannt machten.

Dieses perfekte Timing haben nicht wir von Diospi Suyana veranlasst, sondern jemand anderes. Wir wollen hier keine Namen nennen, aber der Ausdruck des Spitals bedeutet: „Wir vertrauen auf Gott!“ /KDJ