Eine altbekannte Stimme …

Liebe Diospi-Suyana Freunde!

Heute möchte ich mich nach gut 10 Monaten das erste Mal wieder aus Curahuasi melden und über den Stand der Dinge beim Bau des Kinderhauses berichten.

Aller Anfang ist bekanntlich schwer und so mußte ich mich in den ersten Tagen erst wieder an die südamerikanische Mentalität gewöhnen.

Völlig neu ist für mich auch, dass die Baustelle dieses mal in Ortsmitte liegt und nicht im Krankenhausgelände, so fehlt uns der unmittelbare Beistand von Zimmererei und Schlosserwerkstatt. Auch wird uns die nicht immer kontinuierliche Wasser- und Stromversorgung im Ort evtl. Schwierigkeiten bereiten, die ja auf dem Krankenhausgelände immer gewährleitet ist.

Die neue Baustelle hat sich in Windeseile im Ort rumgesprochen und an allen Ecken werde ich um Einstellung angesprochen. Eigentlich verwunderlich, da in Curahuasi ein ausgesprochener Bauboom herrscht. Das spricht wohl für die besseren Arbeitsbedingungen und pünktlichen Gehaltszahlungen bei Diospi Suyana.

Glücklicherweise war das Grundstück bereits beim Kauf mit einer Mauer befriedet und es stand ein kleines Steinhäuschen neben dem Einfahrtstor, welches uns zum Beginn als Geräteschuppen gute Dienste leistet.

In den ersten Tagen haben wir das Grundstück von Schutt und Müll gesäubert und im Weg stehende Bäume und Sträucher gerodet. Gestern bekamen wir auf Antrag und mehrtägigem Warten endlich von der Stadt einen Radlader und einen LKW (gegen Erstattung der Spritkosten), um das Baugrundstück auf Planungsniveau auszuschachten.

Mal sehen, wie es in den nächsten Tagen weiter geht. Hoffentlich ist auch bald die Regenzeit zu Ende.

So viel für heute. Herzliche Grüße aus Curahuasi sendet, Udo