Ein Rollstuhl als Trost im Angesicht des Todes

Juan ist neun Jahre alt und kann seit einem halben Jahr nicht mehr laufen. Als seine Krankheit begann, versuchten die Eltern so viel Geld wie möglich aufzutreiben, um die teuren Untersuchungen bezahlen zu können. Aber letztlich verstanden sie nicht, was mit ihrem Jungen geschah.

Als sie im Hospital Diospi Suyana vorstellig wurden, brachten sie alle Untersuchungsergebnisse mit, so dass Dr. Martina John ihnen in Ruhe die Diagnose erklären konnte. Leider keine guten Nachrichten. Juan leidet an der Duchenne´schen Muskeldystrophie, einer Erbkrankheit, die durch das Versagen der Muskulatur zum frühen Tod führt. Das war natürlich eine niederschmetternde Nachricht. Der kleine Patient Juan war sowieso schon sehr traurig und ängstlich in die Sprechstunde gekommen. 

Dann geschah aber etwas sehr schönes. Diospi Suyana hatte im Lager noch einen guten Rollstuhl, der einmal von der Firma Sunrise Medical gespendet worden war. Dieser Rollstuhl passte ideal zu Juan. Sobald der Junge darin saß, strahlte er und begann mit blitzenden Augen und (noch) kräftigen Armen den Gang auf und ab zu fahren.

Während Martina John noch mit den Eltern sprach, flitzte Juan schon mit dem Rolli am Fenster vorbei. Andreas Möhr, gerade aus der Schweiz eingetroffen, brachte einen passenden Fußtritt für Juan an. Michael Mörl betätigte sich als Rollstuhl-Testfahrer und dann brach die ganze Familie sogar lachend mit dem Rollstuhl zur Heimfahrt auf.