Diospi Suyana – erzählen, erklären und zeigen

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Gäste kommen fast täglich

Montagmorgen in Lima: Um 3 Uhr in der Frühe geht Dr. Roger Albornoz in Begleitung einer Kollegin an Bord einer Maschine. Der Dekan der medizinischen Fakultät der Universiad Peruana Unión möchte das Hospital Diospi Suyana persönlich kennenlernen.

Unsere Tour durch das Spital beginnt im Morgengottesdienst. Da unten alles rappelvoll ist, schlage ich nach oben auf der Empore zu gehen. Aber auch hier gibt es nur noch Stehplätze. Eine Weile später erzähle ich den beiden Besuchern die Geschichte von Diospi Suyana. Die Universität würde gerne mit uns zusammenarbeiten. Die Details müssen noch diskutiert werden.

Dienstag: Um die Mittagszeit erscheinen drei Jungen der Ocampo-Schule mit ihrem Lehrer. Sie suchen einen Sponsor für eine Schulveranstaltung. Ich zeige den Schülern viele Fotos aus einem Buch und erkläre, dass Diospi Suyana selbst über Spenden finanziert wird. Anschließend führe ich die kleine Gruppe durch das Krankenhaus und das Medienzentrum. Ihre Kommentare lauten einhellig: “Wir hatten ja gar keine Ahnung, was hier vor sich geht!”

Am Nachmittag meldet sich eine Delgation des Rathauses und mit mir ein schwieriges Thema zu besprechen. Nicht ohne Grund frage ich die beiden, was sie denn über Diospi Suyana wüssten. Ihre Antworten lassen erkennen, dass sie Diospi Suyana für eine große Organisation halten, die frei nach Belieben Großspenden aus dem Ausland einsackt. Einige Minuten später habe ich einen Projektor aufgebaut. Die Privatpräsentation ist als “Augenöffner” gedacht. Dem Vortrag folgt die obligate Führung durch die Gebäude. Die erste Frage der Gäste lautet: “Wie können wir für uns einen Arzttermin bekommen ohne draußen Schlange zu stehen?”

So lange Diospi Suyana besteht, werden wir die Geschichte täglich erzählen müssen – in Peru und weltweit. Jeder muss es verstehen, dass wir kein Konzern sind, der regelmäßig Großspenden verbucht und jedwede Ausgabe locker schultern kann. Stattdessen setzen wir unser ganzes Vertrauen auf eine Macht, die wir nicht sehen können: Gott!

 

 

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Die Schüler sind vom Medienzentrum begeistert.
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