Die Straße in der wir leben

Ein geschäftiges Treiben wie damals

Als wir vor fast 19 Jahren nach Curahuasi zogen, standen in unserer Straße nur Adobehäuser. Einige einsame Geschäfte verkauften Konservendosen und peruanische Brötchen. Unter dem Strich war wenig los im Jirón Simon Bolivar. Aber das war einmal. Jetzt zeigt sich unser Ort im Boomtown-Look. Überall wird gebaut und zu Weihnacht herrscht vor unserer Haustür Hektik pur. Wie damals in Palästina.

Nur wenn es Abend wird und etwas Ruhe einkehrt, könnte man meinen, der Stern von Bethlehem gehe gleich auf. Aber es handelt sich nur um das Hoflicht des Nachbarn.

Im Straßengewühl spürt man von Gottes Gegenwart wenig. Das war vor 2000 Jahren auch nicht anders. Und doch, er ist da und füllt unsere Herzen mit Hoffnung. Zwar geht es auf dieser Erde immer noch drunter und drüber – wie damals – , aber wir wissen, dass der Allmächtige sich für uns interessiert und uns in seiner Hand hält. Wenn wir das wollen. Wollen wir das? /KDJ

Der Stern von Betlehem hängt heute etwas tief.
1 Antwort