
Und ein spontaner Vortrag im Sitzungszimmer
Es war eine kurze Mittagspause von nur 25 Minuten. Wir haben es eilig. Meine Frau arbeitet heute in der Notaufnahme und wie sie mir versichert, ist die Abteilung brechend voll. Als wir durch das große Tor zum hinteren Hof fahren, fällt uns sofort eine Reisegruppe am Pförtnerhäuschen auf. Unser Wagen steht. Tina eilt schnellen Schrittes der Fortsetzung ihres Tagwerks entgegen. „Schau doch mal, was die am Eingang wollen!“ Es hätte dieser Aufforderung gar nicht bedurft, schon begrüße ich die Unbekannten. Wie ich gleich höre, handelt es sich um angeheiratete Verwandtschaft von Doris Manco, der Leiterin unseres Medienzentrums.
Keine zehn Minuten später sitzen acht Gäste erwartungsvoll in meinem Büro. Die LED-Wand ist eingeschaltet und mein Vortrag beginnt. Nach fast dreieinhalbtausend Präsentationen weiß ich genau, wann einer lacht und wann die Zuhörer feuchte Augen kriegen. Und doch ist es jedes Mal anders. Und nachdem ich im Stillen ein Gebet gesprochen habe, versuche ich auch diesmal wieder jedem ins Herz zu reden. Die lieben Herrschaften werden wahrscheinlich nie eine Spende machen oder sich als ehrenamtliche Mitarbeiter bei uns engagieren. Ist das für mich also verschwendete Zeit? Mitnichten. Mein Auftrag ist es von unseren Erfahrungen mit Gott zu berichten. Wahrheitsgestreu und spannend. Dabei bescheiden und ehrlich.
Ein Foto zum Schluss und unsere Wege trennen sich. Ob die Geschichten der Wunder Gottes in den Gedanken meiner Gäste etwas bewirken werden? Wenn nicht heute, dann vielleicht irgendwann in der Zukunft? Nur Gott weiß es. Was mich betrifft, habe ich meine Aufgabe erfüllt. /KDJ











