Die Polizei ist manchmal ein echter Freund und Helfer

In Peru und überall

Da bei uns die Straße aufgerissen wurde, konnte meine Frau unseren Wagen nicht in der Garage parken. Ein Dieb erlag des nachts dem Lockruf unseres Autos und baute im Schutze der Dunkelheit die Gläser der beiden Seitenspiegel aus. Dann verschwand er heimlich, still und leise.

Meine Frau wollte bei der Polizei Anzeige erstatten. “Wir kommen nachher bei ihnen vorbei”, versprachen die Beamten, “dann können sie den Vorfall zu Protokoll geben!” Martina wartete geduldig, aber niemand erschien. Möglicherweise hatten die Gesetzeshüter auch Wichtigeres zu tun.

Der Spitzbub entfernte auch an anderen Fahrzeugen im Ort die Spiegel. Das Interesse der Polizei hielt sich aber immer noch in engen Grenzen. In einer Welt mit Mord und Totschlag, Bürgerkriegen und Katastrophen können sich die Beamten ja nicht um jede Lappalie kümmern. Außerdem läuft auf der Polizeistation immer ein großer Fernseher mit den interessantesten Filmen.

Nun passierte aber Folgendes: Der Kleinverbrecher klaute auch die Seitenspiegel eines Polizeibeamten. Jetzt war auf der Wache Schluß mit lustig. Das Verbrechen musste umgehend aufgeklärt werden. Mit Erfolg. Man machte den Mann, der mit seiner kriminellen Energie die öffentliche Ordnung störte, ausfindig. Zu Hause hatte er einen ganzen Sack mit entwendeten Spiegeln gehortet.

Und die Bestrafung? Wahrscheinlich keine. “Ich war während des Deliktes betrunken, also nicht zurechnungsfähig”, beteuerte der Unhold, “und außerdem gedachte ich just zu dem Zeitpunkt als die Polizei bei mir auftauchte, wieder alle Spiegel zurückzutragen!” Ja, so ist das mit der Reue, sie steigert sich umgekehrt proportional zur Entfernung zwischen Bösewicht und Polizist.

Auf jeden Fall freuen wir uns wie die Schneekönige über unseren Subaru-Forester mit seinen zwei wunderschönen Außenspiegeln. /KDJ

Die beiden Spiegelgläser sind wieder da.
Unser Subaru Forester. Das richtige Auto für deutsche Jäger und peruanische Missionsärzte