Die lange Reise von Don Felix…

…endete im Operationssaal des Hospitals Diospi Suyana

Wenn sich Don Felix an das Weihnachtsfest in Lima erinnert, dann fallen ihm sofort kolikartige Schmerzen ein. Seine Verwandten mussten ihn notfallmäßig in eine Klinik der Hauptstadt bringen. Die Diagnose lautete: Akute Cholzystitis (Gallenblasenvereiterung). Wegen seines schlechten Allgemeinzustandes würde er sich auf einen längeren Intensivaufenthalt einstellen müssen. Der verängstigte Patient suchte das Weite.

Die Tage kamen und die Tage gingen, aber die Schmerzen blieben. Auch in seiner Heimatstadt Andahuaylas konsultierte er die Ärzte. „Sie sind ein schwerer Fall und wir können Sie hier gar nicht operieren!“ Diese Nachricht machte dem Kranken auch keinen Mut, aber sie weckte in ihm das Fernweh nach Curahuasi.

In der letzten Woche kamen er und einige Verwandten zum Missionsspital. Dr. Martina John holte gleich unseren Allgemeinchirurgen Dr. Lukas Steffen ins Boot. Die Untersuchungen ergaben eine durchgebrochene Gallenblase, deren Wand mittlerweile abgestorben war. Nun musste schnell gehandelt werden. Unser Chirurg entfernte die Gallenblase durch einen laparoskopischen Eingriff und schlagartig ging es dem 78-Jährigen spürbar besser. Gestern bat er sogar Dr. John, ihn nach Hause zu entlassen. Das wäre natürlich regelwidrig gewesen. Denn selbstverständlich haben die Chirurgen bei ihren Patienten das letzte Wort und nicht die Kinderärzte.

Auf jeden Fall zeigt das Bild einen glücklichen älteren Patienten mit seiner dankbaren Tochter. Sie hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass ihr Vater die Operation so problemlos überstehen würde. Gott sei es gedankt. /KDJ

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