Die Kurzansprache zur Einweihung

Sehr geehrte Primera Dama Perus Sra. Pilar Nores de García, sehr geehrter Herr President der Region von Apurímac. Ing. David Salazar, sehr geehrte Besucher aus Österreich, den USA, Bolivien, Deutschland und Peru, sehr geehrter Herr Vogel von der Firma Sirona, sehr geehrte Frau Ayla Bloomberg von der Firma Henry Schein, liebe Curahuasinos.

Am 31. August  2007 feierten wir mit vielen Gästen die Einweihung des Hospitals Diospi Suyana. Damals waren einige Abteilungen noch gar nicht richtig fertig. Im Oktober 2007 sahen wir die ersten Patienten in der Konsulta Externa und dann im Laufe der Monate wurden nach und nach die einzelnen Abteilungen aktiviert.

In der kommenden Woche werden wir am Donnerstag 50.000 Patientenbesuche gezählt haben. 80 % unserer Patienten kommen von weit her, wie Puerto Maldonado, Madre de Dios, Lago Titicaca, Andayhualas, Ayacuccho, der Costa und sogar aus Lima. 85 % unserer Patienten sind arm und erhalten trotzdem eine gute medizinische Behandlung.

Sehr viele Menschen im Hochland Perus benötigen dringend eine zahnärztliche Versorgung. So entstand die Vision moderne Zahnmedizin für arme Menschen anzubieten. Wir wollten keine Zähne ziehen sondern sie vielmehr erhalten.

Die Dentalklinik ist mit fünf Behandlungsräumen ausgestattet, einem Labor für die Prothesenanfertigung sowie einem Röntgenraum. Im ersten Stock soll im Frühjahr 2011 eine Augenabteilung ihren Dienst aufnehmen.

Die Liste der Privatpersonen und Firmen, die zum Gelingen dieses Vorhabens beigetragen haben, ist sehr lang. Wir werden sie etwas später in dieser Zeremonie namentlich erwähnen. An dieser Stelle möchte ich aber ausdrücklich dem Bauingenieur Udo Klemenz danken, der mit seiner Frau Barbara 38 Monate seines Lebens in Curahuasi verbracht hat, um den Bau des Hospitals Diospi Suyana und der Zahnklinik zu leiten. Der Einsatz von Michael Mörl und seiner Frau Elisabeth hat wesentlich zur Fertigstellung der Innenarbeiten beigetragen. 

Wir danken allen Bauarbeitern ganz herzlich. Sie haben in den letzten Monaten Großartiges geleistet. Besonders darf ich die Herren David Montesino, Ignacio Perez, Edgar Cruz und Alcides Cervantes hervorheben.

Wir freuen uns, dass Zahnärztin Erin Connally aus den USA regelmäßig an dieser Klinik arbeiten möchte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie bald durch eine Zahnärztin aus Deutschland unterstützt werden wird.

Diospi Suyana ist nicht irgendein Krankhaus mit einem gesicherten Budget, sondern ein Glaubenswerk, das im Vertrauen auf Gott errichtet und betrieben wird. Seit grauer Vorzeit haben die Heiligen Schriften verkündigt, dass wir Menschen im Schatten des Allmächtigen leben dürfen. Die Treue Gottes und seine Wunder haben das Krankenhaus Diospi Suyana und die Dentalklinik ermöglicht.

Deshalb beginnen wir jeden Werktag im Spital mit einer Andacht, die meist von 150 – 180 Menschen besucht wird. Sie hören eine Botschaft des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung.

Der Glaube interessiert absolut niemanden, es sei denn es finden sich Männer und Frauen, die ihn auf überzeugende und selbstlose Weise ausleben. Der Dienst an Gott und dem Nächsten ist mit persönlichen Opfern verbunden. So sind die 35 ehrenamtlichen Mitarbeiter des Spitals, die für mehrere Jahre am Krankenhaus dienen, das wertvollste Kapital von Diospi Suyana. Ihr Umgang mit armen Menschen, die oftmals in der Gesellschaft nur verachtet werden, zeigt, dass Gottes Liebe kein billiges Schlagwort ist.

Ich habe mich viele Jahre meines Lebens gefragt, ob es Gott überhaupt gibt. Ich wollte wissen, ob nach dem Tod eine Hoffnung besteht und ob das Ewige Leben, das Christus uns versprochen hat, eine reale Grundlage besitzt.

Vor vier Monaten verstarb meine Mutter, vor drei Wochen meine Cousine und vor zwei Wochen mein Onkel. Die Frage nach Gott wurde für mich zu dem alles entscheidenden Thema meines Lebens. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass wir Gott zwar nicht beweisen aber durchaus erfahren können.

Als meine Frau und ich im Herbst 2003 mit unseren Kindern Natalie, Dominik und Florian nach Curahuasi kamen, schliefen wir einige Monate auf den Matratzen am Boden. Unsere Vision war völlig unbekannt und wir hatten selbst keine Ahnung, woher die Mitarbeiter, die teuren Geräte und das Geld denn jemals kommen sollten.

Die Bibel sagt aber, dass ein Senfkorn Glaube völlig ausreicht, Berge zu versetzen. In dieser Hoffnung haben wir damals das Projekt begonnen, zu dem mittlerweile unzählige Menschen aus Europa, Nordamerika und Peru einen großartigen Beitrag geleistet haben.

Gott wurde sichtbar in dieser Geschichte und Diospi Suyana avancierte für Christen aller Konfessionen zu einem einzigartigen Mutmacher. Indizien wurden angehäuft, die zeigen, dass in einer modernen globalisierten Welt der Aktienkurse der Gott aus alter Zeit real und beeindruckend handelt.

So möchte ich meine Ausführungen mit einem tiefen Dank Gott gegenüber schließen. Alles, was wir auf diesem Plateau von 35.000 m2 sehen, ist ein Werk Gottes. Dass wir Instrumente in seiner Hand sein dürfen, ist uns eine Verpflichtung und ein Vorrecht zugleich.

An jedem Tag wollen wir in dem Hospital Diospi Suyana und in der Dentalklinik den loben und preisen, der sein Leben am Kreuz für uns hingegeben hat. Alle unsere ehrgeizigen Ziele und selbst unsere größten Pläne haben einen begrenzten und vergänglichen Charakter, aber Jesus Christus, der Herr der Herren,  bleibt in Ewigkeit. /KDJ