Detlev Hofmann – er war der Auslöser für 1 Million Euro

Wer hätte das geahnt?

Detlev Hofmann ist eine treue Seele. Nicht heute hier und morgen da. Er kratzt nicht an der Oberfläche und lässt sich nicht von den sozialen Hypes durchs Leben blasen. Seit 48 Jahren arbeitet er für die Firma Stoss Medica, die vor einigen Jahren mit Medipool fusionierte. Und seit über 40 Jahren engagiert er sich beim DSK CS Schwarz-Weiß in Wiesbaden Biebrich. Er ist Fußballabteilungsleiter und versteht mehr vom Fußball als alle Leser unserer Webseite zusammen.

Der Lagerleiter von SMS Medipool kümmert sich um Kisten und Paletten und wir könnten ihn als Logistik-Fachmann bezeichnen. Sein Herz schlägt für die Vereinsarbeit und für ein soziales Werk in Südamerika.

Detlev Hofmann

Im Jahr 2002 lernte er während einer Reise durch Ecuador die Missionsärzte John kennen. Sie luden ihn zum Abendessen ein und man unterhielt sich  über die Vision ein neues Krankenhaus für die Armen zu gründen.

2004 stellte Hofmann den Arzt aus Südamerika seinem Chef einem gewissen Axel Lantsch vor. Der fing Feuer und saß im Februar 2004 mit Frau und Kindern in einem der ersten Vorträge, die die Johns je über Diospi Suyana gehalten haben.

Machen wir es kurz. Das Netzwerk SMS Medipool hat in der Summe deutlich über 200.000 Euro für die gute Sache in Peru gespendet. Gerätschaften, Materialien und erlassene Lagermieten unterstützten ein Projekt 10.000 Km entfernt. Detlev Hofmann hielt seine Augen stets offen. Wenn es etwas Sinnvolles in den Hallen gab, über das sich die Ärzte und Krankenschwestern am Hospital Diospi Suyana freuen würden, wanderte es – mit Zustimmung seiner Chefs natürlich – verdächtig oft in einen unserer Container.

Die Geschäftsleitung von SMS Medipool stellte Kontakte er, die sich von unschätzbaren Wert erwiesen. So hörte der damalige Präsident des DIHKs Prof. Ludwig Georg Braun von Diospi Suyana. Aber auch die Inhaber von Schmitz und Söhne und die Direktorenriege von Aesculap wurden auf ein Projekt angespitzt, dessen Name niemand so recht aussprechen konnte. Die Summe aller Sachspenden, die unser Missionskrankenhaus bisher aus diesem Dunstkreis bekommen hat, liegt bei deutlich über 1 Million Euro. Diese erstaunliche Entwicklung machte Detlev Hofmann möglich. Ein Mann, der nicht viel redet und eher ruppig daher kommt.

“Wie oft hast Du uns schon in Peru besucht?”, frage ich den 63-Jährigen. “Fünfmal bestimmt”, sagt er und ergänzt: “Im Juli schaue ich gerne wieder bei Euch rein!”

“Ach ja, diese vier Paletten gehen auch zu Euch nach Peru!”