Der Zeiger an der Uhr geht weiter

Liebe Diospi Suyana Freunde!

Die zu Ende gehende Woche begann, völlig ungewöhnlich für diese Jahreszeit, mit Regenwetter. Auf den umliegenden Bergen gab es jede Menge Neuschnee und es war für unsere Verhältnisse sehr kalt.

Seit Mittwoch befindet sich der Süden des Landes in einer Art Generalstreik, die Verkehrswege über Land sind durch Blockaden unterbrochen. In den Städten ist es teilweise zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. In Curahuasi ist es jedoch ruhig, aber unsere Nachschubtransporte aus Cusco und Lima sind ins Stocken geraten.

Es gibt auch immer wieder Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Fliesen, weil die Firmen auf die von uns benötigten großen Mengen nicht eingerichtet sind und die Logistik zwischen dem Hersteller in Lima und dem Auslieferungslager in Cusco nicht richtig funktioniert. Sehr oft fehlt etwas und wir müssen auf der Baustelle hin-und herspringen und umdisponieren und es ist schwer, kontinuierlich zu arbeiten. Trotzdem haben wir inzwischen etwa 3000m² Fliesen verlegt.

Die Trockenbauer verkleiden die Lüftungskanäle in den Patientenzimmern und bauen Abschottungen mit Gipskartonplatten für die abgehängte Decke im Eingangsbereich des Hospitals.

Die Schreinerwerkstatt unter Leitung von Burkhard Jochum produziert am laufenden Band Türen, aber auch hier kommt es immer wieder zu Stockungen und Versorgungsengpässen, weil das örtlich gekaufte Zedern- oder Agua-Holz nicht abgelagert und zu feucht ist.

Die Schweißarbeiten an der Stahlkonstruktion für das Bühnendach im Amphitheater sind abgeschlossen und die Maler haben mit den Spritzarbeiten angefangen.

Tobias Krämer (Medizintechniker) hat begonnen medizinische Ausrüstungen auf Funktionalität zu überprüfen.

Es bleibt weiterhin spannend auf der Baustelle und der Countdown läuft für uns viel zu schnell!

Seid alle Gott anbefohlen! Bis zur nächsten Woche liebe Grüße

Udo.

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