Der Valentinstag und Diospi Suyana

Ruth Voigt Doege ging bis ins Extrem

Viele wissen gar nicht, dass der Valentinstag auf den heiligen Valentinus zurückgeht, einem Märtyrer des Altertums. Aber natürlich haben die romantischen Vorstellungen der angloamerikanischen Welt zum 14. Februar und die Geisteshaltung der Märtyrer eines gemeinsam: Liebe und Selbstlosigkeit.

Da passt es gut Ruth Voigt Doege aus der Stadt Jaraguá do Sul als ein Paradebeispiel für Opferbereitschaft herauszustellen. (Bildmitte oben)

Die Brasilianerin mit deutschen Wurzeln übersetzte das Buch “Ich habe Gott gesehen” in monatelanger Sisyphusarbeit ins Portugiesische. Ehrenamtlich! Dann machte sie sich mit der Lektorin Brigitte Klemz an den Feinschliff. Kaum hatte der Verlag Esperança das Buch verlegt, fing Ruth mit den Vorbereitungen einer Vortragsreise an. Gemeinsam mit Claus Hinze aus Deutschland und Lucas Andreas Schulze aus Brasilien bildete sie den Club der Enthusiasten. Denn ohne Begeisterung kann man zu Pandemiezeiten keine 26 Präsentationen und Interviews organisieren. Ruth schaffte es mit unzähligen Telefongesprächen und WhatsApps. Alleine in der Stadt Curitiba besuchten am Samstag, Sonntag und Montag 500 Brasilianer die Vorträge über Diospi Suyana.

Es wurden Zweifel angemeldet, ob der heilige Valentinus überhaupt gelebt hat. Und ob die Liebesgefühle der Valentinsfeiern real sind, möchte ich lieber nicht kommentieren. Aber Ruth Voigt ist so wirklich wie der imposante Kirchbau der Lutheraner in Curitiba. Deshalb schlage ich vor, dass wir in Zukunft am 14. Februar immer an Ruth Voigt aus Südbrasilien denken. Alles andere wäre nämlich historisch strittig. /KDJ

Am Eingang der Igreja Evangélica Luterana von Curitiba. Die Damen vom Verlag Esperança rahmen den Banner ein.
Das Buch “Ich habe Gott gesehen” ist mittlerweile in sieben Sprachen erschienen. Drei weitere sind in Arbeit.