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Radio Diospi Suyana

Der ewige Kreislauf von Macht und Unterdrückung

Geballte Fäuste in der Tasche

Irgendwann in den 1970er Jahren. Völlig gepackt saßen wir Schüler auf den Bänken und sahen den Film “die Farm der Tiere”. Die Fabel von George Orwell aus dem Jahr 1945 war eine deutliche Anspielung auf die russische Revolution gegen das Regime des Zaren, das später durch die diktatorische Herrschaft Stalins ersetzt wurde. Der Film endete mit der hoffnungsvollen Note, dass die Tiere sich eines Tages ein weiteres Mal gegen ihre Unterdrücker erheben würden. “Aber dieses positive Ende ist doch unmöglich”, dachte ich damals. Noch war es ein langer Weg zu Michail Gorbatschow und seinen Ideen von Glasnost und Perestroika. Doch 1990 war es soweit. Innerhalb kürzester Zeit landete der Kommunismus auf dem Müllhaufen der Geschichte. In den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang läuteten die Freiheitsglocken. Russland verwandelte sich in eine Demokratie. George Orwell hatte recht behalten.

Gestern sah ich mir die Reportage von Alexei Navalny über den “Palast Putins” an. https://www.youtube.com/watch?v=ipAnwilMncI

Die Doku ist mit englischen Untertiteln gut zu verstehen. Unwillkürlich musste ich wieder an den Roman von Orwell denken. “Alle Tiere sind gleich, nur manche sind gleicher”. Es ist dieser ewige Kreislauf von Revolution und Unterdrückung durch die neuen Befreier, die seit Rom – und schon lange zuvor – die Entwicklung der Menschheitsgeschichte prägt.

Mir kommt Cyril Ramaphosa in den Sinn. Als meine Frau und ich in den 1990er Jahren in Johannesburg arbeiteten, war dieser Hoffnungsträger der Generalsekretär des ANC. Ein Mann voller Ideale und Charisma. Mittlerweile ist er Präsident Südafrikas. In den vergangenen Jahren hat er sein eigenes Vermögen auf geschätzte 450 Millionen USD erhöht. Da muss er aber wirklich fleißig gewesen sein.

Donald Trump trat an, um den politischen Sumpf in Washington trocken zu legen. Leider zeichnete sich seine Amtszeit als eine Verkettung von Lügen und narzisstischen Selbstdarstellungen ab. Erinnerungen an die Skandale des alten Roms wurden wach. Der Sturm auf das Kapitol war der traurige Höhepunkt eines gewissenlosen egoistischen Mannes.

In Peru stehen die nächsten Präsidentenwahlen an. Gleich sechs peruanische Staatschefs in Folge haben ihr Amt wegen Korruption verloren. Mit vier von ihnen habe ich persönlich reden können. Sie waren immer sehr nett und höflich und zeigten viel Interesse an Diospi Suyana. Aber wie Jesus schon sagte, an den Taten und nicht an den Worten wird man einen Menschen erkennen. Es muss als zweifelhaft gelten, dass die nächste Regierung einen glorreichen Kontrapunkt setzt.

Mein eigenes Vertrauen setze ich auf das Buch der Bücher. (Lukas 22, 25 – 26) Da sagte Jesus: “In dieser Welt unterdrücken die Herrscher ihre Völker, und rücksichtslose Machthaber lassen sich als Wohltäter feiern. Aber bei euch soll es nicht so sein. Im Gegenteil: Der Erste unter euch soll sich allen anderen unterordnen, und wer euch führen will, muss allen dienen!”

Die letzte Gerechtigkeit erwarten Christen nicht von Menschenhand, sondern von Gott. Und diese Gerechtigkeit wird gesprochen in einem bestimmten Augenblick in der Geschichte, keinesfalls am Sankt-Nimmerleins-Tag.

So schreibt Johannes im 20. Kapitel der Offenbarung: “Ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß. Erde und Himmel konnten seinen Anblick nicht ertragen, sie verschwanden im Nichts. 12 Und ich sah alle Toten vor dem Thron Gottes stehen: die Mächtigen und die Namenlosen. Nun wurden Bücher geöffnet. Über alle Menschen wurde das Urteil gesprochen, und zwar nach ihren Taten, wie sie darin beschrieben waren. Auch das Buch des Lebens wurde aufgeschlagen. 13 Das Meer gab seine Toten zurück, ebenso der Tod und das Totenreich. Alle, ohne jede Ausnahme, wurden entsprechend ihren Taten gerichtet..!”

Ob das die Putins, Lukaschenkos, Musevenis, Xi  Jinpings, Trumps und Kim Jongs auch wissen? /KDJ

1 Antwort
  1. Werner+Müller

    Und im Psalm 2 stehet: Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren der Erde ratschlagen miteinander wider den Herrn und seinen Gesalbten. …. Vers 4: Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer.
    Gruß und Gottes Segen
    Werner