Das wird so nicht lange gut gehen

Die Unzufriedenheit der Peruaner mit der Regierung ist groß

Nur noch 14 % der Peruaner sind mit der Arbeit des Staatspräsidenten Pedro Castillo einverstanden. Oder in anderen Worten 82 % der Bürger sind es nicht. Rund 4 % waren sich bei der Erhebung durch das Institut CIT nicht sicher. Derzeit laufen 12 strafrechtliche Untersuchungen gegen Castillo und sein Umfeld. Einer Befragung durch Staatsanwälte ging er gestern aus dem Weg, indem die Türen des Palastes einfach verschlossen blieben. Die Beliebtheitswerte des Parlaments (Congreso) sind allerdings keinen Deut besser.

Vor einigen Tagen schlug der peruanische Presserat Alarm. Eine neue Gesetzesinitiative der Regierung möchte Richter und Anwälte belangen, wenn sie in Korruptionsverfahren Erkenntnisse an die Medien durchsickern lassen. Ein solcher “Maulkorb” wäre natürlich ein Anschlag auf die freie Meinung. Im Wahlprogramm der Regierungspartei (Peru Libre) war die Einschränkung der Pressefreiheit ein klar umrissenes Ziel.

Der Frust der Bevölkerung macht sich in Streiks Luft und kritischen Kommentaren in den Medien. Erst 11 Monate an der Macht, glaubt kaum jemand, dass der Regierungschef seine Amtszeit von fünf Jahren überstehen wird.