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Radio Diospi Suyana

Das war das Jahr 2018 – Januar bis Juni

Unglaubliche Fortschritte

Was für ein Jahr. Zum ersten Mal wurde bei der Rallye Dakar auch für Diospi Suyana gesammelt. Und das geschah so: Ein gewisser Dr. Tobias Thorban (oben links) vom Herzog Elisabeth Krankenhaus aus Melverode betreute das 100-köpfige Mini X-Raid Team. Das Spital verband die Teilnahme seines Oberarztes mit der Unterstützung für Diospi Suyana in Curahuasi. Der Erlös lag bei 2.500 Euro.

Im Januar senkte das Immenstaader Unternehmen den Preis für die Telemetrie unserer Sendetürme um 43.000 Euro. Damit können von Curahuasi aus alle Radioanlagen überwacht werden. Ein Verkaufsdirektor kommentierte die Unterstützung folgendermaßen: “Wir waren von der Geschichte von Diospi Suyana so bewegt, dass wir mittlerweile diese Botschaft bereits in unsere gesamte Organisation (Firma) getragen haben!”

In der ersten Februarwoche kamen gleich drei Missionarsfamilien in Peru an. Hanna Tielmann schrieb: „Nach einer 24-stündigen Reise trafen wir müde aber fröhlich am Sonntagabend um 22 Uhr im Gästehaus von Diospi Suyana ein. Am Madrider Flughafen hatte sich unsere Reisegruppe gebildet. Wir sind das Ehepaar Kügler aus Berlin, Familie Kessler aus Heidelberg und Familie Tielmann aus Herne mit Tanja Derksen. Seit 2006 haben schon 180 Langzeitmissionare bei Diospi Suyana mitgearbeitet.

Der Patientenansturm hat 2018 deutlich zugenommen. Obwohl es neben dem Spital mehrere preisgünstige Unterkünfte mit rund 70 Betten gibt, ziehen es viele Patienten vor direkt am Zaun zu nächtigen. Mit Plastikplanen schützen sie sich gegen den Regen. Das Bild wurde am 4. März in der Nacht aufgenommen.

Nach langen Verhandlungen mit dem Ministerium für Transport und Kommunikation wurde die Asociación Civil Religiosa Diospi Suyana ermächtigt eigene Radio- und TV-Kanäle zu betreiben. Dazu musste das gesamte deutsche Mediengesetz in die spanische Sprache übersetzt werden. Wir sind wohl die einzige Organisation mit europäischen Mitarbeitern, die in Peru eine solche Anerkennung erhalten hat.

Am 27. März führten die Schüler der Diospi-Suyana-Schule ein Passionsspiel auf. Jesus ritt auf einem echten Esel in das Freilichttheater, das aus den Außenanlagen der Schule bestand. Der Abend wird für alle Teilnehmer unvergesslich bleiben.

 

Zehn Jahre nach dem ersten Artikel im Berliner Tagesspiegel, erschien am 1. April die Fortsetzung. Der Bericht aus der Feder von Michael Schmidt war ehrlich und handelte im Wesentlichen von unserem gelebten Glauben an Gott.

Der deutsche Bundespräsident Frank Walter Steinmeier verlieh den Missionsärzten Dr. Martina und Dr. Klaus-Dieter John das Bundesverdienstkreuz am Bande. Die Orden wurden vom deutschen Botschafter Jörg Ranau in seiner Residenz in Lima überreicht. Der Festakt dauerte drei Stunden.

Anlässlich des Muttertags veranstaltete unsere Mediengruppe eine Tombola, die im Radio und Fernsehen übertragen wurde. Sieben umfangreiche Geschenkkörbe warteten auf die Gewinner.  239 Hörerinnen meldeten sich telefonisch aus dem Distrikt Curahuasi und darüber hinaus, um an der Ausscheidung teilzunehmen. Die Preise waren eine Spende der Regionalzeitung Chaski und mehrerer Geschäfte.

Wir geben dem Feuer keine Chance. Endlich sind Spital und Medienzentrum mit einem ausgeklügelten Rauchmeldesystem ausgestattet. Die entscheidenden Probeläufe führten Andre Bacher, Benjamin Azuero und Yessica Herreras am 22. Mai durch.

Am 25. Mai registrierten wir den 300.000sten Patientenbesuch. Der Vater von sechs Kindern wurde mit seiner Frau im Anschluss an den Morgengottesdienst geehrt. Bis zum Jahresende hat sich diese Zahl auf über 327.000 erhöht. 2018 behandelten wir 48.000 Patienten, so viel wie noch nie. Die meisten Hilfesuchenden kommen aus den Bundesstaaten Cusco, Apurimac, Madre de Dios und Puno.

In der ersten Juniwoche nahm unsere Orthopädie-Werkstatt ihren Betrieb auf. Daniel Müller stellt u. a. hochwerte Prothesen für beinamputierte Patienten her. Die Firma Streifeneder aus Emmering bei München half mit einem kräftigen Preisnachlass von 50% bei der Ausstattung der Fachräume.

Der Cyber-Krieg wurde am 12. Juni für Diospi Suyana traurige Wirklichkeit. Einen ganzen Tag lang war unsere Web-Adresse nicht aufrufbar. Unsere Seite besteht seit 2003. Zum ersten Mal wurde sie Opfer eines erfolgreichen Cyper-Angriffs. Viele Tausend Aufrufe aus mehreren Ländern blockierten unsere Domäne und führten zur Abschaltung durch unseren Host.

Nach einem Vortrag von Dr. Klaus John bei der Schölly Fiberlptic GmbH spendete das Denzlinger Unternehmen Hightech im fünfstelligen Bereich. Obendrein überwies Regula Schölly eine überaus großzügige Geldspende.

Wir freuen uns, dass alle Arbeitsbereiche von Diospi Suyana boomen. Das Krankenhaus, die Schule, unser Medienzentrum und derzeit 12 Kinderclubs verwirklichen die Vision von Diospi Suyana. Wir wollen den Armen helfen und die gute Nachricht von Jesus Christus weitergeben. Morgen werden sie sehen, dass die zweite Jahreshälfte den Mitarbeitern alles abverlangt hat. /KDJ