Das “God Room-Konzept”

Bob Pierce hat in seinem Leben viel bewegt. Er gründete die Hilfsorganisation “World Vision” und später “Samaritan Purse”. Letztere Gesellschaft ist in Europa bekannt geworden durch die jährliche Aktion: “Weihnachten im Schuhkarton”.

Das Geheimnis seines unglaublichen Erfolgs war sein “God Room-Konzept”. Frei übersetzt könnten wir es beschreiben als den Platz, den nur Gott ausfüllen kann. Franklin Graham zitiert seinen langjährigen Freund Bob, der 1991 an Leukämie starb, in seiner Autobiographie.

“Weißt du, Franklin”, fuhr Bob fort, “Der Glaube (an Gott) wird überhaupt nicht gebraucht, wenn du dein Ziel nur so hoch ansetzt, dass es mit einer intelligenten und maximalen menschlichen Anstrengung erreichbar ist”.

Bob erklärte mir, was er damit meinte mit einem Beispiel. Eine Kirche in den USA wollte 100.000 USD zusammenbringen, um neue Möbel für die Innenausstattung zu kaufen. Der Vorstand rief alle Mitglieder zu Spenden auf und sammelte 75.000 USD. Sie brauchten immer noch 25.000 USD. Also was taten sie? “Sie bildeten ein Komitee und besuchten dann jedes Mitglied der Kirchengemeinde und baten um Extra-Spenden. So haben sie ihr Ziel erreicht. (100.000 USD)

Also das kann man mit menschlicher Strategie und Planung erreichen. Dieser Ansatz ist auch nicht unbedingt falsch, aber Franklin, wir dürfen das nicht “Glaube” nennen.

Aber jetzt sage ich Dir mal wie Glaube wirklich funktioniert. Bob erzählte mir von einer anderen Kirchengemeinde, die so stark gewachsen war, dass ihr Kirchengebäude vergrößert werden musste. Die Mitglieder sagten 200.000 USD an Spenden zu, um diese Erweiterung durchzuführen.

Genau um diese Zeit herum kam ein Missionsehepaar aus Kalkutta in den Heimaturlaub zurück und…berichtete von dem unbeschreiblichen Elend in Kalkutta. Die Leute konnten es kaum fassen, was sie da hörten. Die Missionare baten um keine Unterstützung, aber berichteten von der Not der heimatlosen und hungernden Kinder für die sie arbeiteten.

Die Kirchenmitglieder waren so gepackt von diesem Bericht, dass sie sich entschlossen ihre 200.000 USD für den Kirchbau komplett den Missionaren für ihre Arbeit (in Kalkutta) zu überweisen. Später habe ich dann erfahren, dass diese Kirchengemeinde eine der am schnellsten wachsenden in den USA wurde und mehrere große Bauvorhaben erfolgreich durchführen konnte.

“Als sie ihr Geld den Missionaren gaben – handelten sie aus purem Glauben. Schließlich brachte es Bob auf den Punkt: “Das ist es, wo der Platz für Gott (God Room) ins Spiel kommt. Nichts ist wirklich ein Wunder, es sei denn wir betreten einen Bereich, wo selbst die größte menschliche Anstrengung nicht mehr ausreicht. Gott muss diese Lücke füllen zwischen dem, was menschlich machbar ist und dem, was er von uns an Unmöglichem erwartet.

Bob stand auf und sah mich an. Er stieß mich sanft mit seinem Finger auf meine Brust als er jedes seiner Worte betonte: Du zeigst keinen echten Glauben bis du mehr zu geben bereit bist als zu jemals aus eigener Kraft aufbringen könntest.

Diospi Suyana war auch von Anfang an so ein “God Room-Konzept”.

Haben Sie vielleicht auch manchmal die Sehnsucht, Gott in ihrem Leben ganz real in seiner Größe zu erfahren?” KDJ