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Radio Diospi Suyana

Das Faustpfand

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Die Nachricht von ihrem Tod traf uns nicht ganz unvorbereitet und doch hammerhart. Am 12. Februar 2010 verschied meine Mutter aus dem Leben. Sofort besorgte ich mir in Peru ein Flugticket, um ihrer Beerdigung beizuwohnen. “Auch wenn alle anderen weinen sollten, ich werde es nicht tun!”, hatte ich meiner Frau noch vor der Abreise zugerufen. Trauer ist wichtig, aber bitte keine Gefühlsduseleien. Einige Tage später in Wiesbaden sollte es ganz anders kommen. Keiner weinte. Nur ich.

Eine tapfere Frau. Meine Mutter

Wie in vielen Kreisen üblich gab es nach dem Begräbnis ein Kaffeetrinken in den Räumlichkeiten einer Kirchengemeinde. Einer nach dem anderen erzählte aus der Erinnerung von seinen Erfahrungen mit der Frau, die wir vier Kinder “Mama” genannt hatten.

Schließlich stand auch ich auf und räusperte mich:”Die Bibel verspricht uns das Ewige Leben, wenn wir auf Jesus Christus vertrauen”, sagte ich langsam in die Runde von vielleicht 75 Personen. “Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist es schwer an ein Weiterleben nach dem Tod zu glauben!”

Ich legte damals eine Pause ein und versuchte meine Gedanken zu ordnen. Ist die Auferstehung nicht ein religiöses Dogma aus der vorwissenschaftlichen Zeit der Einfältigen? Die große Mehrheit der Bevölkerung aus dem vormals christlichen Abendland dürfte sich heutzutage sicher sein, dass die Wiedererweckung der Toten am Sankt Nimmerleinstag stattfinden wird. Also nie.

In jener Versammlung kam ich nun auf das Wesentliche zu sprechen:  “Paulus hat geschrieben, dass Gott uns den Heiligen Geist als Anzahlung gegeben hat. Er ist die Versicherung, dass auch alle übrigen Verheißungen der Bibel sich zur ihrer Zeit erfüllen werden!” (2. Kor 5, 1-6) – Der Heilige Geist ist gewissermaßen das Faustpfand der Christen.

Aber was hat es mit dem Heiligen Geist auf sich? Warum verleiht uns diese “unsichtbare Macht Gottes” die Sicherheit, dass auf uns die Auferstehung als geschichtliches Ereignis wartet?

Der Heilige Geist ist keine Gehirnwäsche und kein Wunschdenken. Man sollte über ihn auch keine Witze reißen. Er ist vielmehr die Kraft des Allerhöchsten, die sich in unserem täglichen Leben bemerkbar macht. Jede Gebetserhörung in höchster Not und “der berühmte rote Faden”, der sich auf übernatürliche Weise durch unser Leben zieht, sind Hinweise auf Gott – den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.

Unzählige Geschichten messerscharf dokumentiert. Wie will man diese 750 Seiten erklären, wenn man Gott ausklammert?

Jeder Lebensweg ist anders. Gott kennt 1000-und-eine-Möglichkeiten uns zu führen. Wenn Gott antwortet, kann uns das förmlich umhauen. Die drei Bücher über die Geschichte von Diospi Suyana lassen selbst den Agnostiker erahnen, dass eine Macht – nicht von dieser Welt – am Wirken ist. Und warum sollte ich an Gottes zukünftiger Treue zweifeln, wenn er heute so überzeugend und sichtbar handelt?

Erlauben Sie es mir, dazu ein Beispiel zu geben. In Peru sind unzählige große und kleine Parteien aktiv. Im August letzten Jahres kontaktierte mich ein Politiker mit der Bitte, ich solle vor seinem Parteichef einmal die Vision von Diospi Suyana vortragen. Jenes Treffen fand dann tatsächlich im Hauptquartier der Partei in Lima statt. Zugegen waren vier Personen und ich.

Im Rahmen großer politischer Umwälzungen einigte sich im November der peruanische Kongress auf einen Kompromisskandidaten als Staatschef. Er sollte nach der Absetzung des alten Präsidenten Martín Vizcarras, bis zum Beginn der nächsten Periode am 28. Juli die Amtsgeschäfte leiten. Und Franzisco Sagasti gehört “rein zufällig” zu ebenjener Partei.

Der Staatspräsident Franzisco Sagasti eingerahmt durch meine Frau und mich

Zwei Tage nach unserer Rückkehr nach Curahuasi wandte ich mich telefonisch an den früheren Kontaktmann mit der Bitte um eine Audienz beim Staatschef. Genau eine Woche später landete der peruanische Präsident mit zwei Ministern auf unserem Krankenhausgelände. Das geschah zur Überraschung aller am 24. März. In der Nacht brach ich erneut nach Europa auf, um einige wichtige Termine wahrzunehmen. (Jetzt bin ich übrigens wieder in Lima.)

In Peru gibt es Zehntausende Schulen und medizinische Einrichtungen, die sich alle über einen Besuch des obersten Würdenträgers freuen würden. Aber bei uns landet er im Hubschrauber – eine Woche nach meinem zaghaften Anklopfen an der Tür eines einfachen Parteimitglieds. Natürlich hatte ich seit Monaten gebetet, dass genau diese besagte Konstellation eintreffen würde. Und Gott in seiner Güte hat mein Gebet beantwortet. Unter “Medien” finden Sie auf unserer Webseite ein Interview, das im November bei Bibel TV aufgenommen wurde. In diesem Gespräch bringe ich schon meine feste Zuversicht zum Ausdruck, das eine Begegnung mit Sagasti Wirklichkeit werden würde. Link: https://www.youtube.com/watch?v=0FQpsPr2FLI

Wir können die Wunder Gottes mit Glück oder Zufall abtun. Doch wenn ER zielgerichtet – immer und immer wieder eingreift – wird es irgendwann unlauter, diese Führungen nicht so zu benennen wie es ihnen gebührt: Gottes Interventionen. Und weil die Kraft des Heiligen Geistes 2021 genauso erfahrbar ist, wie damals bei Paulus und Petrus, können wir uns gemeinsam auf die Auferstehung der Toten freuen. /KDJ

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