Das Diospi-Suyana-Radio wechselt den Satelliten

Und bringt damit 636 Millionen potentielle Hörer in seinen Sendebereich

Der Radioturm links oben auf dem Bild zeigt unsere Sendeanlage auf einem Berg vor der Stadt Puno. In Südperu betreibt Diospi Suyana 12 solcher Anlagen und erreicht hunderttausende aktive Hörer. Das Intelsat Unternehmen hat uns den Umzug auf den Satelliten IS-34 angeboten. Chris Welch, Satellitentechniker aus Perth, Australien hat die Erreichbarkeitsdaten errechnet. Fast die gesamte spanischsprachige Welt könnte zukünftig das Radio Diospi Suyana empfangen. In einer Woche werden unsere Teams alle Standort besuchen und die Geräte umstellen.

Dazu ein Auszug aus dem Buch „Auf dem Wasser laufen“. Es war der 10. Februar 2015. Wir installierten an einem Lichtmasten auf dem Krankenhausgelände einen Transitor. In jener Nacht wollten wir die Frage klären, ob eine Sendeanlage die Funktion der technischen Geräte im Spital stören würde.

„…Im Zwielicht und Nieselregen hing eine dünne Gestalt am Pfosten und installierte die Sendevorrichtung. „Es ist alles angeschlossen“, rief er von oben, „ihr könnt einschalten!“ 19:40 Uhr – Das nächtliche Aufgebot war enorm. Dr. Susen Dreßler schrieb im Operationssaal ein EKG und fuhr das Beatmungsgerät hoch. Dr. Marlen Luckow testeste ihr Instrumentarium in der Zahnklinik und Dr. Ursula Buch überprüfte die Funktion eines Laser- und Ultraschallgeräts in der Augenklinik. In der Röntgenabteilung machte MTA Dorle Breitenbücher ein Computertomogramm – von einer Wasserflasche. Alle Geräte funktionierten einwandfrei, während der Radiosender mit etwa 300 Watt in der Nähe unseres Amphitheaters Musik in den Nachthimmel unseres Distrikts ausstrahlte.

19:44 Uhr – Wir machten ein Gruppenfoto vor dem Lichtpfosten, der vor wenigen Minuten noch als Antennenmast gedient hatte. Alle beteiligten Personen waren sich sicher, dass in jenen Augenblicken das Radio Diospi Suyana gegründet worden war.“

Gut 10 Jahre sind seit dieser Probesendung vergangen. Das Wachstum unseres Radiokanals in Peru ging weit über unsere kühnsten Träume hinaus. Die synergistischen Effekte, die zwischen unserem Medienzentrum und unseren anderen Arbeitszweigen bestehen, sind enorm. Die fünftägigen Festival, die nun jedes Jahr von 4.000 und 5.000 Jugendlichen besucht werden und über die sozialen Medien Millionen Klicks einspielen, wären ohne die mediale Kraft unserer Sendeanlagen schier undenkbar.

Aber alles begann am 10. Februar 2015 mit einer einsamen Gestalt an einem Lichtmasten. Das Neue Testament behauptet immer und immer wieder, dass Gott aus etwas ganz Kleinem etwas ganz Großes machen kann. Die Arbeitsfelder von Diospi Suyana sind der lebendige Beweis für die Richtigkeit dieser Aussage. /KDJ

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