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Radio Diospi Suyana

Darüber schreibt keine Zeitung

Dabei betrifft die Angst uns alle

Die Patienten sitzen im Wartesaal mit dem gebührenden Abstand. Die Türen zur Krankenhauskirche sind weit geöffnet. Drinnen spielt eine Band andächtige Lieder vor leeren Stühlen. Eine dieser Hymnen heißt: No longer slaves – wir sind keine Sklaven mehr.

Mit jedem Coronatoten in der Nachbarschaft macht sich die Angst breit. Bin ich der nächste? Fließbandarbeiter und Direktoren auf der Chefetage stellen sich die gleiche Frage. Wann erwischt es mich? Werde ich zu den vielen asymptomatischen Verläufen zählen oder in einer erbarmungslosen Spirale nach unten gezogen? Aufnahme ins Krankenhaus, Sauerstoff, Intensivstation, Beatmung, Exitus.

Die Angst ist ein Teil des Menschen. Da wir im Unterschied zum Tier um unsere eigene Sterblichkeit wissen, müssen wir uns mit diesem Gefühl auseinandersetzen. Angst vor der Krankheit und dem Tod. Angst vor dem wirtschaftlichen Niedergang und Armut. Angst vor Einsamkeit und Isolation.

Es macht einen großen Unterschied, ob wir in der Not mit Gott rechnen können oder nicht. Die Geborgenheit, die Gott schenkt, zeichnete Christen durch die Jahrhunderte aus. Der Frieden Gottes ist höher als alle menschliche Vernunft, schrieb Paulus vor zweitausend Jahren.
Zwei Verse des oben erwähnten Liedes lauten wie folgt:
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Ich bin nicht länger ein Sklave meiner Angst,
denn ich bin ein Kind Gottes.
Ich bin von Gottes Armen umgeben.
Ich bin umgeben von Liedern der Befreiung.
Wir sind von unserer Knechtschaft erlöst.
Wir sind Söhne und Töchter (Gottes).
Lasst uns unsere Freiheit besingen.
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No Longer Slaves (LIVE) - Jonathan and Melissa Helser | We Will Not Be Shaken