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Radio Diospi Suyana

Ein Vorbild wird 60

Dank und Respekt

Dezember 1992 in einer vollbesetzten Halle in Bridgeport, USA. Donnernder Applaus brandete auf. Soeben war das Ergebnis einer Umfrage bekanntgegeben worden. Die Belegschaft des großen Stadtkrankenhauses hatte die Assistenzärztin Dr. Martina John als würdige Empfängerin des “The George B. Longstreth Award” auserkoren. Der Preis ehrte eine Ärztin, die nach Meinung einiger Hundert Kollegen am allermeisten die Menschlichkeit im Umgang mit den Patienten verkörperte.

Gestern feierten die Mitarbeiter von Diospi Suyana den 60. Geburtstag der Gründerin des Missionswerkes. In allen Beiträgen wurden genau die Attribute lobend erwähnt, die Martina 29 Jahre zuvor zur Gewinnerin der hohen Auszeichnung in Bridgeport gemacht hatten. Es sind ihre bedingungslose Zuwendung zu den Menschen in Not und ihre selbstlose Hingabe für das Wohl der Kaputten dieser Welt, die aus ihrem ganzen Leben so hervorstechen.

Es war schon fast typisch, dass das Geburtstagskind in der Nacht erst um 2 Uhr die Intensivstation verlassen hatte und dreieinhalb Stunden später notfallmäßig zum Missionsspital zurückgerufen worden war. Ein Beleg mehr, dass ihr Mann wohl recht hatte, als er sie in seinem ersten Buch das Herz und die Seele der Missionsstation nannte.

Mit 18 Jahren entschied sich die Wiesbadenerin ihr Leben als überzeugte Christin im Auftrag Gottes zu verbringen. Diesen Entschluss hat die Alumna der Studienstiftung des Deutschen Volkes konsequent umgesetzt – ohne Rücksicht auf persönliche Opfer. Als Familie John im Herbst 2003 in Curahuasi eine Basisstation gründete, schlief sie fast drei Monate auf den Matratzen am Boden eines Lehmhauses. Während der Öffentlichkeitsarbeit des Jahres 2004 schrieb sie über 1.000 handschriftliche Briefe, um für ihren Lebenstraum eines modernen Missionsspitals zu werben. Bedingt durch seine vielen Vortragsreisen lebte sie in der Summe über sechs Jahre von ihrem Mann getrennt und schulterte die Leitungsfunktionen des Spitals oft alleine.

Als Ärztin hat sie sicherlich deutlich über 100.000 Patienten betreut; nicht nur medizinisch versorgt, sondern im Sinne einer Lebenshilfe ermuntert und aufgebaut. Ihre Markenzeichen waren stets ihr bezauberndes Lächeln und eine warme mitfühlende Stimme. Ohne ihren totalen Einsatz wäre Diospi Suyana nie entstanden. Für Menschen in vielen Ländern, die Martina in TV-Reportagen oder sogar persönlich kennengelernt haben, wurde sie zu einem Vorbild des gelebten Glaubens.

Die Regierungen Deutschlands und Perus haben sie mit Verdienstorden geehrt und ihr die Ehrenstaatsbürgerschaft des Andenstaates verliehen. Sie hat mit sieben Staatspräsidenten und First Ladys gesprochen und wohl mehr Würdenträger durch die Gänge des Hospitals Diospi Suyana geführt, als man zählen kann. Aber in ihrem Herzen ist sie sich immer treu geblieben. Einfach, bescheiden und nahbar. Als sie vor Jahren in München vom Bayrischen Rundfunk gefragt wurde, was ihr die Energie für ihr Lebenswerk gegeben hätte, verwies sie auf das Gebet am Morgen und die tägliche Lektüre der Bibel. Sie versteht sich nicht als Humanistin oder Altruistin, sondern als Nachfolgerin Jesu Christi. Das Kreuz Jesu und sein leeres Grab sind für sie und ihren Mann die Eckdaten all ihrer Hoffnungen.

Möge Gott Martina auch weiterhin behüten und sie bis an das Ende ihrer Tage zum Segen setzen für viele.

Großes Kino: Rebecca Meininger spielt Dr. Martina John
Konfetti aus der Luft. Die Stimmung ist prächtig.
Hier ist was los! Blick in das Auditorium. Das Event war maßgeblich durch Jenny Fank, die Mitglieder der Band sowie den Kollegen des Medienzentrums vorbereitet worden.
Es folgten viele Gruppenfoto der verschiedenen Abteilungen mit dem Geburtstagskind.
Zahnarzt Dr. Daniel Almeyda überreicht Martina ein Lama.
Auch der zukünftige Staatschef wurde fiktiv zugeschaltet. Er gratulierte auf das Herzlichste und kündigte an, er werde Martina zur Gesundheitsministerin ernennen.
5 Kommentare
  1. Albrecht lächele

    Herzliche Segenswünsche und vielen Dank für den hingebungsvollen Dienst. Liebe Grüße von Hanna und Albrecht lächele

  2. Willi Laux

    Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden….Carl Spitteler.
    Danke, liebe Frau John, für Ihre segensreiche Arbeit und herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 60. Geburtstg.
    Möge der Herr Sie persönlich, Ihr Wirken sowie das Ihres Mannes und des gesamten Diospi Suyana Teams weiterhin segnen.

    Ganz herzliche Grüsse aus dem im Moment arg verregneten Mittelrheintal…..W. Laux.

  3. Joachim Beyer

    Liebe Martina John,

    mit großer innerer Bewegjung habe ich soeben diese wunderbaren Zeilen gelesen: Auch von mir bzw. aus Freiburg an dich ganz herzliche Glück- und Segenswünsche!
    Als langjähriger Gebetsmissionar bzw. als “Peruaner” (vor 43 Jahren habe ich dieses wunderbare Land und seine Menschen erlebt und kennengelernt) bestürme ich schon seit Jahren Gottes Thron für dich bzw. für Euch beide bzw. für u n s e r wunder-volles Werk DS!
    In herzlicher und liebe-voller Verbundenheit aus Freiburg
    Joachim Beyer

  4. Joachim Beyer

    Liebe Martina John,

    ich war ganz arg bewegt, als ich vorhin in Euren Blog den Bericht gelesen hatte zu deinem “runden” Geburtstag gestern. Auch von mir ganz herzliche Glück- und Segenswünsche aus Freiburg “nach Peru”!
    Als Gebetsmissionar und FREUND von diesem wunderbaren Land mit seinen Menschen (vor 43 Jahren hatte ich es kennengelernt…) bestürme ich schon lange Gottes Thron für die, für K.-D. (ich habe ich schon 2x gesehen und gehört) und für unser herrliches Werk DS!
    Wir stehen ganz fest zusammen!
    Joachim aus Freiburg

  5. Janina Schmid

    Liebe Martina!

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch zu deinem 60. Geburtstag! Ich danke Gott, dass es dich gibt und er dich so wunderbar geschaffen hat! Danke für deine überströmende Liebe, Freundlichkeit und Freude, die du ausstrahlst! Es hat mich so gefreut, dass ich dich gerade neulich persönlich kennenlernen durfte! Gottes reichen Segen für dich und euer Werk Diospi Suyana!

    Viele liebe Grüsse aus dem Wallis/Schweiz,
    Janina Schmid