Clorinda lebt!

Am 14. August erschien Señora Clorinda zur Nachuntersuchung in unserer chirurgischen Sprechstunde. Sie überreichte als Zeichen ihrer Dankbarkeit eine Tüte mit Obst. Es war der glückliche Ausgang eines Krimis, der das Hospital Diospi Suyana über Wochen in Atem hielt.

Die Geschichte beginnt im Februar 2009. Señora Clorinda wird wegen einer Erweiterung der Gallenwege in ein Krankenhaus in Cusco aufgenommen.

Mit einer Zwölffingerdarmspiegelung will man die Gallenwege darstellen.

Nach der Untersuchung stellen sich heftige Oberbauchschmerzen mit Fieberattacken ein. Trotzdem wird sie entlassen und man bezeichnet sie als geheilt. Die Patientin bringt aber keinen Bissen mehr runter. Selbst nach Flüssigkeitsaufnahme erbricht sie häufig.

Im März fährt sie nach Curahuasi und sucht Hilfe am Hospital Diospi Suyana. Internist Dr. Oliver Engelhard untersucht die Patientin, die mittlerweile auf 35 kg abgenommen hat. In der Computertomographie zeigt sich ein Durchbruch des Zwölffingerdarms, aus der sich eine Höhle voller Eiter gebildet hat.

Es folgt ein stationärer Aufenthalt von fast zwei Monaten. Chirurg Dr. Daniel Zeyse führt vier große Bauchoperationen durch, um das Leben der Patientin zu retten. Drei Wochen lang ringt Clorinda auf der Intensivstation mit dem Tode. Doch das Team um die Anästhesistin Tove Hohaus, Dr. Melanie Zeyse und ihrem Mann Daniel gibt die Hoffnung nicht auf. In vielen Ländern beten Menschen für das Schicksal von Clorinda.

Am 11. Juni wird sie nach Hause entlassen. Für die Patientin, ihren Mann und die Mitarbeiter von Diospi Suyana ist es ein unvergesslicher Festtag. Auch die Patientin kann ein großes Stück der Torte essen.

Diospi Suyana dankt allen beteiligten Schwestern und Ärzten für ihren großartigen Einsatz. Aber unser Dank gilt auch den Menschen weltweit, die für das Leben unserer Patientin gebetet haben.

Diospi Suyana ist eine Kombination aus hochmotivierten Mitarbeitern, einer erstklassigen Ausstattung und einem praktizierten Glauben an Gott.

Ob ein Patient überlebt oder stirbt, wir legen sein Leben bewußt in Gottes Hand.