Boxenstopp Aeropuerto de Lima

Die Nachbarin hinter dem Plastikfenster

Gemäß eines internationalen Standards sitzen die Passagiere an den Flughäfen auf den Stühlen und sind in ihre Smartphones vertieft. Räumlich eng beisammen und doch geistig ganz weit voneinander weg. Diese Entwicklung in die Selbstisolation hat Corona noch verstärkt. Gezwungenermaßen. Im Flughafengebäude von Lima haben die Planer die Sitzplätze durch Plastiktrennwände separiert. Sie sollen den verfügbaren Raum perfekt ausnutzen und trotzdem dem Virus keine Chance geben. Links neben mir in einer Box sitzt Missionsärztin Martina John und beantwortet E-Mails. Nur noch ein Inlandsflug fehlt und danach eine dreistündige Autofahrt durch die Berge und schon sind wir wieder dort, wo wir hingehören. Curahuasi.

Unsere vier Koffer sind gefüllt bis an den Rand mit Ersatzteilen und Produkten für das Krankenhaus. Die Diabetiker in der Klinik haben keine Ahnung auf welchen verschlungenen Wegen ihre Medikamente von einem Kontinent zum nächsten geschleust werden. Am letzten Tag vor Abreise brachte Amazon noch 5 Päckchen “Express” mit diversen Artikeln für unsere Medizintechnik vorbei. Es ist schön ein Bote guter Nachrichten und ein Überbringer wichtiger Gegenstände zu sein.

Am Hospital Diospi Suyana, am Colegio Diospi Suyana und im Medienzentrum transportieren alle Mitarbeiter die wichtigste Botschaft, die es gibt. Durch ihr praktisches Tun sagen sie – oft ohne Worte – dass der Glaube an den Auferstandenen die Kraft verleiht, den eigenen Egoismus zu überwinden. – In 20 Minuten gehen wir an Bord. /KDJ

Dicht an dicht und doch getrennt. Flughafen Lima.
1 Antwort
  1. Albrecht Laechele

    Gute Reise,hier haben wir auch schon einen Kaffee getrunken bevor es nach Huanta ging. Bleibt bewahrt.

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