Aus der normalen Spur geworfen

Gänsehauteffekte und schicksalhafte Begegnungen

Es ist der 15. November 2020. Die Covid-Pandemie wütet auf der ganzen Welt. Finanzcontroler Benjamin Klaas und seine Frau Hannah liegen noch im Bett. Hannah ist hochschwanger mit Zwillingen und draußen regiert der Jahreszeit angemessen das grau in grau. Das junge Ehepaar hört im Livestream einen Gottesdienst ihrer Kirchengemeinde Calvary Chapel Siegen. Ein Arzt aus Peru berichtet vom Aufbau eines Missionskrankenhauses in Peru. Diese Augenblicke werden Hannah und Benjamin nie wieder vergessen. Gänsehaus pur! „In diesem Moment wussten wir, wo unsere Bestimmung liegen würde“, sagt die Sozialpädagogin.

23. November 2025. Vorne auf der Bühne steht der Missionsarzt von damals und Familie Klaas daneben. Auf ihren Armen tragen sie Elia und Nathanael. Ein voller Saal und ein atemlos lauschendes Publikum. „Die Flüge haben wir für März gebucht“. Jedem ist sonnenklar, dass hier zwei den Point of No Return längst hinter sich gelassen haben.

Anästhesist Philipp Jatzke berichtet von der Reise seiner Familie nach Peru (Theresa, Liesbeth, Katharina, Friedrich, Jonathan und Philipp)

Ein schöner Samstagabend. Am 20. Juni 2009 sitzen Philipp und Theresa in der Maria-Martha-Kirche zu Bautzen. Das Ehepaar hat seine Ausbildung zur Krankenpflege abgeschlossen und das erste Ehejahr haben sich auch geschafft. Die überzeugten Christen wurden zu einem Vortrag über ein Krankenhaus in Peru eingeladen. „Philipp Jatzke bemerkt rückblickend: „Wir waren tief berührt von dem, was Gott in den Anden geschaffen hatte!“

11 Jahre später! Mittlerweile steht Philip mitten in der Ausbildung zum Anästhesisten. Nachts auf der Intensivstation des Herzzentrums Dresden spricht Intensivpfleger Michael Mörl einige rätselhafte Worte. „Dich könnte ich mir auch in Peru vorstellen!“ – „Meinst Du etwa Diospi Suyana?“, der Assistenzarzt ahnt schon den Verlauf des Gesprächs. „Ja, genau, ich habe dort über drei Jahre gearbeitet!“, erläutert Mörl.

Donnerstag, der 27. November 2025. Im Forum Hoffnung zu Dresden können um die 150 Zuhörer eine sechsköpfige Familie bestaunen. Der Anästhesist und die Krankenschwester planen konkret ihre Ausreise nach Südamerika. Ihre vier Kinder freuen sich schon auf die Bergwelt Perus.

Björn Wehner (rechts), Tina Lunau (unten). In der Mitte die zwei gespendeten Vorwärmofen für das Dentallabor unserer Zahnklinik

Einen Tag später. Ein verregneter Freitag. In der Geschäftszentrale von DT&Shop zu Bad Bocklet hat ein Missionsarzt seinen Laptop ausgepackt. Tina Lunau, Assistentin der Geschäftsleitung, und Verwaltungsmitarbeiter Björn Wehner lauschen gespannt einem Vortrag. „Ich habe gerade eine Gänsehaut“, sagt Wehner. Dann fährt er fort: „Diese Geschichte macht etwas mit einem!“ Auch Lunau ergreift das Wort: „Bei Diospi Suyana wurden Dinge gefügt. Alles musste so passieren wie es geschehen ist!“

Wenig später machen wir einige Pressefotos. Das Unternehmen spendet zwei Vorwärmofen für das Labor der Diospi- Suyana-Zahnklinik. Es ist nicht die erste Spende für Peru und es wird sicherlich nicht die letzte bleiben.

Die Geschichten, die Gott schreibt, sind spannend und schier unglaublich. Sie führen zu kalten Schauern über den Rücken, ungeahnten Weichenstellungen und radikalen Entscheidungen. Falls noch jemand meinen sollte, das Leben als Christ wäre langweilig, der hat tatsächlich nicht die leiseste Ahnung. Die berühmte Nachfolge Jesu Christi ist für solche, die ihre Angst im Vertrauen auf Gott überwinden und losgehen. Und zwar genau dorthin, wo Gott sie hinführt. Wäre so ein Leben ohne Auffangnetz auch etwas für Sie?/KDJ

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