An unsere Freunde in aller Welt

Liebe Freunde von Diospi Suyana,

ich sitze im Baubüro des Spitals. Draußen ist es stockdunkel. Gestern um die Mittagszeit hat das Fernsehteam von „Frecuencia Latina“ uns wieder verlassen. Geplant sind drei Übertragungen und zwar am Montag, Dienstag und Mittwoch für jeweils 4 Minuten, die in ganz Peru ausgestrahlt werden.

Am Montag, den 16. 4. werde ich mit der Chefin im Zoll für Seefracht ein Gespräch führen können. Es soll um 10 Uhr (Peru) also um 17 Uhr MEZ stattfinden. Wir beantragen, dass unsere Container nicht in Callao, sondern erst am Zielort (Hospital Diospi Suyana) geöffnet werden. Wir begründen dies mit der Gefahr, dass Geräte kaputt gehen könnten. Die Holzkisten in den Containern haben ein Gewicht von bis zu 6 Tonnen. Das Gesamtgewicht unserer Ladung liegt bei 50 Tonnen und der Wert unserer Güter bei 1,2 Millionen USD. Ohne diese Gerätschaften kann das Krankenhaus nicht eröffnet werden.

Leider ist es so, dass „Donaciones“ (Sachspenden) im Hafen von Lima/Callao nicht selten für über ein Jahr festgehalten werden, da die Bürokratie oft einfach unüberwindlich ist. Wir hingegen hoffen, dass unsere Fracht direkt auf 7 Lastwagen verladen und auf den Weg in die Berge gebracht wird (1000 km).

Auf unserer Seite haben wir wohl die Gattin des peruanischen Präsidenten. Ich weiß aber nicht, ob sie gerade in Peru weilt, die Publicity durch das Fernsehen (ab Montag) und unsere Verbindungen zu einer Reihe von Würdenträgern.

Bei hunderten von Geräten gibt es aber in unseren Listen sicherlich eine Reihe von Schwachstellen. Schon das angegebene Gewicht der Container wird wohl nicht genau stimmen, da wir für das Gewicht nur Schätzwerte angegeben haben.

Bis zum 27. April hält sich Herr Detlev Hofmann in Peru auf. Er hat seinen Jahresurlaub geopfert um beim Ausladen der Container behilflich zu sein. Er hat die Container mit uns gepackt und kennt sich auf Grund seiner Erfahrung in der Medizinbranche mit medizinischen Produkten sehr gut aus.

Diospi Suyana ist ein Glaubenswerk. Trotz aller Kontakte, die wir haben und für die wir dankbar sind, rufen wir bei allen Schwierigkeiten Gott um Hilfe an. Wenn Sra. Gloria Luque am Montag auf unsere Bitte eingehen würde, wäre dies eine absolute Ausnahmeregelung. Wir hoffen und beten, dass es dazu kommt.

Falls die Container aber doch im Hafen geöffnet werden sollten, besteht die große Gefahr, dass sich der Weitertransport um Wochen verzögert.

Falls dieser Fall einträte, würden wir all unsere Kontakte zur Regierung und zu den Medien sofort nutzen. Da gibt es viele Szenarien, die wir bereits im Hinterkopf durchspielen. Aber im Augenblick ist es noch müßig darüber nachzudenken.

Wir sind dankbar für Eure Gebete und werden über die Web-Seite immer aktuell berichten.

Viele Grüße noch aus Curahuasi, in wenigen Stunden dann aus Lima,

Klaus