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Radio Diospi Suyana

Am Abgrund

Peru in Angst

Vier Tage ist die Präsidentschaftswahl her und immer noch steht es auf des Messers Schneide. Wenn das offizielle Zwischenergebnis stimmen sollte, dann hätte der marxistische Kandidat Pedro Castillo einen hauchdünnen Vorsprung von vielleicht o,34 %. Der Chef seiner Partei Vladimir Cerrón – wegen Korruption verurteilt -, ist angeblich seit gestern von einem Richter freigesprochen worden. Einige der neuen Kongressabgeordneten von “Peru libre” , so der Name der politischen Gruppierung, haben enge Verbindungen zur Terrorgruppe “Der leuchtende Pfad (Sendero Luminoso)”. In vergangenen Auseinandersetzungen zwischen den Regierungstruppen und Sendero Luminoso kamen 69.000 Menschen zu Tode.

Viele Stimmen sind wegen Unreglmäßigkeiten angefochten, aber niemand weiß, ob die offizielle Wahlbehörde (JNE) den Anzeigen nachgehen wird. In diesen Stunden ist alles möglich, sogar ein Miliärputsch.

Sollte “Peru libre” am 28. Juli, dem Tag der Unabhängigkeit, die Macht übernehmen, muss sich das Land auf einschneidende Veränderungen gefasst machen. Es geht um nichts weniger als Presse- und Religionsfreiheit, Eigentumsrechte, demokratische Institutionen und freie Wahlen. Nach dem Wahlprogramm von Peru libre soll Peru von Venezuela und Kuba lernen. Wohl kaum einer, der Castillo gewählt hat, kennt die Inhalte des Grundsatzdokuments der Partei. Nach Auffassung der Kommunisten ist das Privateigentum der Grund für die weitverbreitete Korruption. Im 21. Kapitel heisst es, dass das Volk auch von der Geißel der Religion befreit werden müsse.

Die korrupten Machenschaften von fünf Staatschefs in Folge haben jegliches Vertrauen der Bevölkerung in das gegenwärtige politische Personal untergraben. Die Pandemie, die Hunderttausende ins Elend gestürzt hat, trägt zur Verzweifung der Menschen bei. Nun sitzen Millionen gebannt vor ihren Fernsehern oder Laptops und warten auf hoffnungsvolle Nachrichten. Aber die bleiben aus.

Egal, was passiert, Diospi Suyana wird alles tun, um auch weiterhin ein Segen für die vielen Bedürftigen zu sein, die Tag für Tag vor dem Krankenhauseingang Schlange stehen. Möge Gott uns alle vor dem Sturz in die Tiefe retten. /KDJ

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