Am Mittwochvormittag war ich zu Gast bei der Firma Dräger Medical in Lübeck. Nach meinem Vortrag bat ich um Hilfestellung bei der Ausstattung unserer Operationssäle bzw. unserer Intensivstation. In der nächsten Woche wird das Unternehmen seine Entscheidung bekannt geben.
Der Tag begann allerdings mit einer Führung durch eine didaktisch hervorragend konzipierte Ausstellung. Sie beschreibt sehr anschaulich das Lebenswerk von fünf Generationen der Familie Dräger. Der Konzern erwirtschaftet mittlerweile einen Jahresumsatz von 1,8 Milliarden Euro.
Man forderte mich auf unter einem großen Felsquader (Durchmesser +/- 80 cm) eine liegende Position zu beziehen. Eine tiefe Männerstimme aus dem Lautsprecher wies auf die Bedeutung von „Vertrauen“ hin, denn immerhin wiegt der Klotz 450 Kg (9 Zentner).
Ein prickelndes Gefühl in der Tat. Was ist, wenn die Aufhängung versagt? Dann gäbe es kein Entkommen. Der Abstand von 30 cm zwischen Gewicht und Kopf wäre einfach zu kurz um zu überleben. Nach 45 Sekunden hatte ich die Prozedur heil überstanden.
„Vertrauen ist auch mein Stichwort“, sagte ich den Mitarbeitern von Dräger. „Im Vertrauen auf Gott ist das Hospital Diospi Suyana entstanden!“
Glauben Sie an Gott oder glauben Sie an Glück und Pech? Befürchten Sie vielleicht, dass das Damoklesschwert des Schicksals eines Tages auf Sie niederstürzen könnte? Wenn die Kette sich löst, gibt es vor der Krebserkrankung oder dem Autounfall kein Entrinnen.
Was ist der Glaube wert in diesen Grenzsituationen des Lebens? Ein bloßer Glaube als Philosophie dürfte da kaum tragen.
Weil das Grab Christi am 3. Tag leer war, glaube ich an die Auferstehung Jesu. In diesem Ereignis sehen Christen die Garantie für ein ewiges Leben, egal ob das Seil reist oder nicht.
Jesus sagte einmal: „Ich bin es, der Auferstehung und Leben bringt. Wer mir vertraut, wird leben, auch wenn er stirbt!“ (Joh. 11,25) KDJ









